Gründung und Namensgeber

Unsere Schule besteht seit dem 29. April 1886. Benannt wurde sie nach Mathäus Merian, dem Älteren (1594 - 1650) als dem "Stammvater einer über Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Künstlerfamilie" und " bedeutenden Bücher - und Kunstverleger in Frankfurt" (Zitate aus der Schulchronik der Merianschule). Auch seine Tochter Maria Sybilla Merian war eine Künstlerin und Naturforscherin. Aufgrund ihrer genauen Beobachtungen und Zeichnungen zur Metamorphose der Schmetterlinge gilt sie als wichtige Wegbereiterin der Insektenkunde. Die Merianschule war ursprünglich eine "Doppelbürgerschule für beide Geshlechter" bestehend aus sieben Knaben- und sieben Mädchenklassen.

Im Jahr 1943 wurde das Schulhaus durch Bombeneinschläge so stark beschädigt, dass ein weiterer Schulbetrieb nicht mehr möglich war. Schüler und Lehrer wurden aufs Land evakuiert.

Nach 1945 fand der Unterricht zunächst in den Räumen der ehemaligen Glauburgschule statt. Im Schuljahr 1960/61 wurde die Merianschule wiedereröffnet. Am 15.3.1961 war der Wiederaufbau beendet und die Schule nahm ihre Arbeit als Volksschule im ursprünglichen Gebäude wieder auf.

Ab dem Jahr 1961 beteiligte sich die Merianschule an der probeweisen Einführung eines 9. Schuljahres, das ab 1963 gesetzlich eingeführt wurde.

Im Jahre 1967 wurde sie von einer Volksschule in eine (zunächst) dreizügige Grundschule nit Vorklasse umgewandelt.

Anlässlich des 100jährigen Jubiläums im Jahr 1986 erforschte eine Gruppe engagierter Kolleginnen die Geschichte der Schule während der Zeit des nationalistischen Terrors. Zum Gedenken an drei ermordete jüdische Lehrkräfte wurde eine Gedenktafel an der Schule (neben dem Eingang in der Burgstraße) angebracht.

Die Schulchronik dokumentiert darüber hinaus die Geschichte der Schule ausführlich. Eine weitere Dokumentation findet sich in der Festschrift zum 125-jährigen Bestehen aus dem Jahr 2011.

Nach langjähriger Planungsarbeit ist die Schule zum Schuljahr 2016/17 in eine Containeranlage oberhalb des Günthersburgparks ausgelagert worden. Das alte Schulhaus wird nach Brandschutzauflagen kernsaniert und für eine mittelfristig prognostizierte Fünfzügigkeit mit inkluvisem Ganztagsschulbetrieb ausgebaut. Dafür entsteht eine neue Mensa auf dem Schulhof, modern ausgestattete Klassen- und Fachräume, Arbeits- und Besprechungszimmer für Erwachsene und ein neu angelegter Schulhof mit grünem Klassenzimmer und Schulgarten.

Die Turnhalle ist aus dem Jahre 2002 und wird neu gestrichen.

Der Umzug zurück in das sanierte Schulhaus ist für den Sommer 2020 geplant.